aeromedi
 
 
Pferdeerkrankung erkennen
Ein Muss für alle die in Freizeit oder Beruf mit Pferden arbeiten. Ein paar Antworten und Sie wissen welche Störung vorliegen könnte. Von Reitern für Reiter.
>> Zur App

Der Allergietest für Ihr Pferd

Durch unseren umfangreichen Allergietest speziell für Pferde,
erbringen wir den Ursachen-Nachweis!

<< zurück

Reizende Blicke


Gereizte Augen bei Pferden sind keine Seltenheit. Augen, die gerötet oder angeschwollen sind, tränende Augen oder solche mit eitrigem Ausfluss sind besonders häufig durch Allergien verursacht.

Augenerkrankungen sind sehr schmerzhaft. Jeder, der selber einmal eine Bindehautentzündung hatte, weiß dies. Beim Pferd ist das nicht anders! Die Pferde sind nicht mehr so leistungsbereit wie im gesunden Zustand. Das Immunsystem kann darüber hinaus bei länger anhaltender Erkrankung auch in Mitleidenschaft gezogen werden.
Gerade die Allergiker unter den Pferden sind sehr anfällig für Augenentzündungen, die unter anderem bei hoher Pollenbelastung und in Folge von bestimmten Insekten vorkommen.

Reizung und Entzündung

Pferdeaugen sind überaus empfindlich. So kann schon Staub in Verbindung mit Sonneneinstrahlung und Wind eine Entzündung hervorrufen. Eine Eiterbildung am Auge ist bei vielen Pferden im späten Sommer und Herbst zu beobachten. Es handelt sich dabei um eine Reaktion auf Fliegen, die je nach Tier und Haltungsbedingungen unterschiedlich ausfällt.
In den meisten Fällen kann eine solche Bindehautentzündung gut und vollständig behandelt werden. Auch Fremdkörper im Auge sind oftmals Auslöser einer Augenentzündung. In diesem Fall muss auf deren Überreste geachtet und diese sofort aus dem Auge entfernt werden.

Allergene Auslöser

Tränenfluss und Juckreiz sind alle ein Zeichen dafür, dass das Pferd auf Allergene reagiert. Die wichtigsten Auslöser von allergischen Augenentzündungen beim Pferd sind Milbenkot und Sporen von Schimmelpilzen, die in Staub enthalten sind, und gerade im Frühjahr bei Weidepferden: Pollen aus der Luft. Bei allen Entzündungen, die wiederkehrend zu bestimmten Jahreszeiten oder unter bestimmten Umständen auftreten, sollte der Reiter eine allergische Ursache der Erkrankung in Betracht ziehen. Das Abklären auf das Vorliegen einer Allergie mit einem entsprechenden Allergie-Test sollte auf jeden Fall durchgeführt werden.

Wiederkehrende Mondblindheit

Die bekannteste und schwerwiegendste entzündliche Erkrankung des Pferdeauges ist die Periodische Augenentzündung, die auch unter dem Begriff "Mondblindheit" bekannt ist.
Es handelt sich um eine Erkrankung der mittleren Augenhaut, der sogenannten Gefäßhaut.
Ein erstes Anzeichen für eine Periodische Augenentzündung kann Lichtscheue sein. Auch ist Tränenfluss typisch. Später können auch Lidkrämpfe oder eine Bindehaut- und Hornhautentzündung hinzukommen.

Drohende Erblindung

Die Krankheit tritt in Schüben alle vier- bis sechs Wochen auf. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, können die Folgen eine starke Beeinträchtigung des Sichtfeldes von Pferden oder sogar das vollständige Erblindinden sein.
Was die Periodische Augenentzündung genau auslöst, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Es werden jedoch auch bestimmte Allergien damit in Zusammenhang gebracht: Man kann nachweisen, dass Pferde, die zu chronischen Augenentzündungen neigen, in allen Fällen Allergien gegen Milben aufweisen. Auch kann mit Schimmelpilzen verunreinigtes Futter die Entstehung einer Augenentzündung forcieren. Ebenso können Parasiten an sich die Ursache sein oder aber die Entzündung als Folge einer Virusinfektion, besonders der oberen Atemwege.

Schnelles Eingreifen

Die besten Heilungschancen bestehen, wenn die Erkrankung gleich in den ersten Tagen entdeckt und veterinärmedizinisch behandelt wird. Nach wie vor gehört die periodische Augenentzündung zu den fünf sogenannten Gewährsmängeln des Pferdes

Tierarzt fragen

Bei länger andauernden Augenproblemen Ihres Pferdes sollten Sie den Veterinär konsultieren. Hierzu gehören: gerötete oder tränende Augen, gelblicher Tränenflüssigkeit, oder eventuelle Farbveränderungen der Hornhaut wie sogenannter „grauer" Nebel auf dem Auge.
Das Zukneifen des Augenlides weist auf Schmerzen hin – hier muss ebenso der Tierarzt gerufen werden wie bei einem geschwollenen äußeren Auge!
Behandeln Sie ein erkranktes Auge nie mit einer Augensalbe, die Sie zufällig noch von einer vorangegangenen Behandlung besitzen. Eine Fehlbehandlung, besonders mit cortisonhaltigen Augenpräparaten, kann eine ernsthafte Schädigung des Auges zur Folge haben!

?>