aeromedi
 
 
Pferdeerkrankung erkennen
Ein Muss für alle die in Freizeit oder Beruf mit Pferden arbeiten. Ein paar Antworten und Sie wissen welche Störung vorliegen könnte. Von Reitern für Reiter.
>> Zur App

Der Allergietest für Ihr Pferd

Durch unseren umfangreichen Allergietest speziell für Pferde,
erbringen wir den Ursachen-Nachweis!

<< zurück

Das geht unter die Haut!

Häufig leiden Pferde an krankhaften Hautveränderungen. Kahl gescheuerte Hautstellen, kreisrunde Aussparungen im Fell, sichtbarer Parasitenbefall, sind dafür genauso Anzeichen wie Schwellungen, Quaddeln oder kleinere Stiepen. Woher jedoch rühren diese selten gefährlichen, aber für die Pferde äußerst quälenden Hautirritationen?


Die Ursachen der Hautveränderungen beim Pferd sind vielfältig und müssen vor der Behandlung genau abgeklärt werden. Von Pilz bis Sonnenbrand, von Milbenbefall bis Sommerekzem gibt es zahlreiche Auslöser, die man verifizieren muss.

Achtung Ansteckung

Die Pferdehaut kann beispielsweise von einem Pilz befallen sein. Dies ist die wohl am häufigsten auftretende Ursache einer Hauterkrankung: Mikrosporen verursachen kreisförmige Veränderungen der Haut, die etwa ein bis fünf Zentimeter groß sind. Behandelt wird mit Antimycotika. Pilzbefall ist äußerst ansteckend. Deshalb sollten keine anderen Pferde mit dem erkrankten Tier sowie mit dessen Sattel- oder Putzzeug in Kontakt kommen sollten. Parasiten wie Haut-Milben, selten Haarlinge oder Läuse können ebenfalls - in diesem Falle sehr großflächige - Hautveränderungen verursachen. Sie werden mit speziellen Medikamenten gegen Milben behandelt. Auch eine auf parasitische Würmer zurückgehende Erkrankung der Haut ist möglich. Diese tritt vor allem in den Sommermonaten bei Weidegang auf.

Anfällig für Ekzem

Das große Jucken herrscht auch beim Sommerekzem: Diese Hauterkrankung ist das Resultat einer allergischen Reaktion der Pferde auf den Speichel von bestimmten, blutsaugenden Insektenarten - in erster Linie von Stechgnitzen und Kriebelmücken. Ist die Allergie einmal zum Ausbruch gekommen, reichen wenige Insektenstiche, den Juckreiz als Symptom der Überreaktion des Immunsystems aufrechtzuerhalten. Es wird vermutet, dass die Veranlagung für diese Erkrankung genetisch bedingt ist. Besonders häufig tritt es bei Islandpferden und Friesen auf, sodass man bei dieser Rasse besonders sorgfältig auf Hautveränderungen achten sollte.

Gefährliches Nesselfieber

Allergisch indiziert ist offenbar auch das sehr abrupt auftretende Nesselfieber: Nesselfieber äußert sich nicht nur durch Hautquaddeln, sondern wird von teils extremem Anschwellen der Schleimhäute begleitet. Hier setzt die große Gefahr ein, denn wenn nicht rechtzeitig und richtig behandelt wird, kann dieses Anschwellen Lebensgefahr für das Pferd bedeuten. Beim Abklingen helfen Antihistaminika.

Fiese Viren

Viren können ebenfalls zugeschlagen haben, wenn beim Pferd Hautirritationen zu entdecken sind. Pappillomatose heißt jene Erkrankung, die häufig im Bereich von Ohren, Maul und Nüstern des zumeist jungen Pferdes auftritt. Sie heilt jedoch oft von alleine wieder ab, obendrein gibt es wirksame Medizin, sodass sie als eher harmlos einzustufen ist.

Brennende Sonne

Tatsächlich können Pferde auch einen Sonnenbrand bekommen, der zu deutlichen Veränderungen der Haut führen kann - je nachdem, wie stark die Einstrahlung der Sonne war. Gerade am Maul und auf Abzeichen mit hellen Hautpartien kann der Sonnenbrand bei empfindlichen Pferden entstehen. Er äußert sich in besonderer Empfindlichkeit oder auch in Rötungen. Schimmel oder Albinos sind dabei besonders benachteiligt. Zinksalben oder Aloe Vera Salben schaffen Abhilfe bei dieser vorübergehenden und eher harmlosen Hautveränderung.

Matsch und Mauke

Mauke ist eine schmerzhafte Entzündung der Fesselbeugen. Rötungen, das Bilden von kleinen Knubbeln und Krusten sowie Fellverlust gehören zu den primären Anzeichen der Mauke. In schwerwiegenden Fällen kann es zu Schwellungen mit Wundausfluss kommen. Es gibt unterschiedliche Erreger der Mauke. Dazu zählen unter anderem Milben, Pilze und Viren. Diese wiederrum kommen in feuchten Bodenverhältnissen oder unter unhygienische Haltungsbedingungen der Box vermehrt vor. Auch Allergene werden als Verursacher diskutiert.

Um ein Krankheitsbild genau eingrenzen zu können, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Seine Diagnose kann durch einen Allergie-Test effektiv unterstützt werden und eine zielführende Behandlung begünstigen.

?>